Heute schreibe ich die meisten Seiten von Hand, in HTML und JavaScript. Kein
Baukasten, kein zugekauftes Theme, keine dreißig Erweiterungen, die sich
gegenseitig im Weg stehen. Das Ergebnis lädt in Millisekunden, bietet kaum
Angriffsfläche und lässt sich in fünf Jahren noch lesen.
Wenn Sie viel selbst pflegen wollen, bekommen Sie WordPress. Ich kenne es
gründlich, Divi eingeschlossen, und setze es schlank auf. Ich verkaufe Ihnen
nicht die Technik, die mir gerade Spaß macht, sondern die, mit der Sie arbeiten
können.
Zur Arbeitsweise, weil die Frage inzwischen jeder stellt: Ja, ich arbeite mit
KI-Unterstützung. Mit den heutigen Werkzeugen entsteht eine Website in kurzer
Zeit, das stimmt, und wer Ihnen etwas anderes erzählt, hat es nicht probiert.
Der Unterschied liegt woanders.
Eine Website, die schnell entsteht, sieht auf dem eigenen Rechner meistens gut
aus. Ob sie das auch auf dem Server tut, ist eine andere Frage. Drei Beispiele
aus der Praxis: Eine einzige CSS-Zeile an der falschen Stelle legt sämtliche
Bewegungen einer Seite lahm, ohne eine Fehlermeldung zu erzeugen. Sicherheitseinstellungen,
die den Datenschutz verbessern, werfen dabei still die Hälfte der Gestaltung
weg, wenn man sie nicht kennt. Und eine Überschrift, die mit der Fensterbreite
rechnet statt mit ihrer Spalte, zerfällt genau dann, wenn ein Kunde sie zum
ersten Mal auf dem Tablet sieht.
Solche Dinge findet man nicht durch Ausprobieren, sondern weil man sie schon
einmal repariert hat. Ich nutze die Werkzeuge also für das, was ohnehin
Fleißarbeit ist, und bringe das ein, was sie nicht mitliefern: fünfzehn Jahre
Erfahrung damit, was auf einem echten Server unter echten Bedingungen
tatsächlich funktioniert. Für Fehler stehe am Ende ich gerade, nicht ein
Werkzeug.